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Das wunderschöne Bauen am Urnersee, ist das kleinste Dorf im Kanton Uri. Seine geschützte Lage, umgeben von den Höhen der angrenzenden Nidwaldner Berge und der grünblauen Seebucht verleihen ihm ein unverwechselbares Charisma. Die Stille und ursprüngliche Natürlichkeit machten das Dorf begehrt für Ruhesuchende, da man das Gefühl, der Süden müsse gleich um die Ecke beginnen, nie ganz los wird. Auf wunderbare Weise vermischt sich hier mediterranere Vegetation mit den klaren Linien des Nordens.

Bauen ein kleines ruhiges Dörfchen. Urkundlich wird der kleine schöne Fleck am Urnersee erstmals um 1150 erwähnt, war aber vermutlich schon um die Jahrtausendwende besiedelt. 1799 kämpften auf dem Gemeindegebiet französische Truppen gegen die Österreicher. Nur ein paar Jahre später (1808-1854) wurde der berühmte Sohn Bauens geboren: Pater Alberik Zwyssig, Komponist der Schweizer Landeshymne "Trittst im Morgenrot daher". Ihm ist ein Denkmal gewidmet. 

Sein Geburtshaus ist das heutige Gourmet-Restaurant "Zwyssighaus". Unterhalb des Restaurantes steht heute das Denkmal des Bauener Komponisten.

 

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 Total EinwohnerInnen per 30.09.2016        162 
 SchülerInnen inkl. Kindergarten  7 
 Anzahl Stimmberechtigte  127 
 Höhenlage m.ü.M.  440 
 Bodenfläche in ha  570 
 Anzahl Betriebe (inkl. Gastbetriebe)  4 
 Steuerfuss seit 1.1.2012  100% 

 

 

Bis zum 17. Jahrhundert wurde "Bauen" mit w geschrieben. Der Ortsname könnte möglicherweise nichtdeutschen Ursprungs sein. Bauen gehört zu den Urner Siedlungen, die urkundlich am frühesten belegt sind. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahre 1334. Verschiedene alt belegte Flurnamen weisen auf eine Besiedlung vor der Jahrtausendwende hin. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts besass das Kloster Muri die Hälfte der landwirtschaftlichen Abgaben. Im Jahre 1799 fanden auf dem Gemeindegebiet Bauen schwere Kämpfe zwischen Österreichern und Franzosen statt.Nach jahrelangen Bemühungen erlangte Bauen um 1800 die kirchliche Selbständigkeit.  

Die Flurnamen von Bauen

Die Flurnamen wie zum Beispiel "Tablet", "Biel", "Gurgeli" und "Resti" stammen auch noch aus dem 12. Jahrhundert. Der Ausdruck "Resti" kommt ursprünglich vom Rasten (Pause machen). Der Flurname Resti wird heute vielfach Rösti geschrieben, Resti hat aber mit der eigentlichen Kartoffelrösti nichts zu tun. Tablet kommt von Tablar und heisst Holzlagerplatz. 

Verbindungswege nach Bauen 

Anfänglich war es nur ein Fussweg. Von Seelisberg und Isenthal besteht der alte Landweg , welcher zum grössten Teil heute noch in Betrieb ist. Er zählt zu den wichtigsten historischen Wanderwege im Kanton Uri. Später gab es Ruderboote. Aus demselben Grund stehen auch noch so viele Bootshütten am See. Seit 1874 gab es die ersten Dampfschiffe und später die SGV (Schifffahrt Gesellschaft Vierwaldstättersee), die eine Verbindung nach Bauen anbot.Die heutige Strasse von Isleten nach Bauen wurde in den Jahren 1954 bis 1956 erbaut. 

Kirche

Die erste Kapelle beurkundet anno 1360. Der Standort war aber am Ende der heutigen Dorfstrasse in Bauen. Die erste Gnadenkapelle wurde 1585 gebaut aber 1635 durch den Bauerbach wieder zerstört. Die Anrissstelle ist bekannt und liegt auf der Urwäng - Alp auf rund 1800 m ü. Meer. Die heutige Bachverbauung (1952 - 1957 erstellt), schützt das Dorf vor ähnlichen Geröllmassen und leitet diese in den Urnersee. Das Dorf hatte danach 170 Jahre keine neue Kirche errichtet. Erst 1802 wurde Bauen eine eigenständige Kirchgemeinde. So wurde 1808 bis 1812 die heutige Kirche am jetzigen Standort gebaut, kurz darauf das Pfarrhaus zwischen den beiden Kirchentreppen. Das heutige Pfarrhaus wurde 1962 ca. 20 m südlicher des alten Standorts errichtet.Die heutige Kirche ist der heiligen Idda geweiht und 1987 stilvoll renoviert. 

Schule

Im alten Pfarrhaus war damals auch die erste Schule von Bauen untergebracht. 1912 bis 1913 errichtete man das heutige Schulhaus. Dieses wurde 1998 bis 1999 zweckdienlich renoviert. Zur Zeit besuchen 18 Schülerinnen und Schüler die Klassen in Bauen. Stolz kann gesagt werden, dass Bauen die erste Hilfsschule von Uri eingerichtet hatte. In diese kamen damals Schulkinder von allen Seegemeinden, so zum Beispiel von Flüelen, Morschach, Seelisberg. Seit 2009 wird in Bauen nicht mehr unterrichtet. Die Schulen wurden mit Seedorf zusammengelegt. 

Pflanzen und Klima

Die geschützte Lage von Bauen ist sicher speziell. Das warme Klima, das im Winter 2 - 3 Grad wärmer ist als in Seedorf oder Altdorf, ist typisch für die Bauenerbucht. Die Berge links und rechts schützen das Dorf und halten den kalten Wind ab. Die frühe Morgensonne verhindert Morgenfrost und die Morgenkälte. Die Wärme von unten, Grundwasser vom See, liefert die nötige Bodenwärme. Viele Palmenarten, Feigensträucher, Kastanien-bäume, Hirschzungen und andere seltene Pflanzen sind in Bauen nicht selten anzutreffen. An den reifen und süssen Feigenfrüchten erfreuen sich meist Personen aus der ganzen Schweiz.

 

Bauen gehört zu den urnerischen Siedlungen, die urkundlich am frühesten belegt sind. Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahre 1150. Im 12.- 14. Jh. schritt die Besiedlung voran; erstmals sind Wohnsitze in der Matte und im Hinterbiel belegt. Bereits im 14. Jh. ist ein Müller bezeugt, der die Wasserkraft gewerblich nutzte. Neben der Kapelle lag bereits seit dem 16 Jh. die weltliche Vergnügungsstätte, der "Spillhof" (heute das Hotel Schiller). Seit dem 17. Jh. nahm die Zahl der Hofstätten stärker zu. Am 7. Mai 1799 fanden auf Bauener Gemeindegebiet schwere Kämpfe zwischen Österreichern und Franzosen statt. Elf Tage dauerten die Plünderungen. Unmittelbar darauf wurde die, der heiligen ldda geweihte Pfarrkirche erbaut.  Wie wohl an der uralten Landverbindung Stans - Uri gelegen (heute zum Teil Weg der Schweiz), bildete bis vor kurzem der Wasserweg die Hauptverbindung für die Seegemeinde. Bauen entwickelte sich denn auch mit der Eröffnung einer regelmässigen Dampfschiffverbindung im Jahre 1874 zu einem beliebten Ausflugs- und Ferienort.  Seit 1956 gibt es auch eine Strasse dem See entlang, die zum Teil in Fronarbeit aus dem Fels herausgehauen werden musste. Diese bequeme Erschliessung brachte eine gewisse Ausweitung des Dorfgebietes durch Villen und Wochenendhäuschen.  

Hexenstein, Chindlistein, Baueni

Am Tabletbach zu Bauen, im Gut Blybelhölzli (Blüwelholz 1470), befindet sich ein freistehender, haushoher Stein, der Hexenstein genannt. An seiner Westseite sieht man eigenartige Flecken, wie von nassen, schmutzigen Finken hinterlassen. Sie sollen von Hexen eingedrückt worden sein, als sie den Stein als Tanzplatz benutzten. Es sind aber Konkretionen oder Laibsteine. Es handelt sich dabei um Verkieselungen innerhalb des Kieselkalkes. Weil sie senkrecht zur Schichtung angeschnitten sind, machen sie den Anschein von Spuren. (März 2003) Von ihm wird auch erzählt, dass ihn der Teufel an einem Faden gehabt, um ihn an den Abhang ob dem St. Idda Gotteshaus zu ziehen. Als aber das Glöcklein Ave läutete, musste er den Stein fallen lassen.

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In anderer Fassung lautet die Sage: "Eine Pfaffenkellerin oder Hexe brachte ihn auf dem Rücken (od: in der Fürscheibe) vom Leiternwald her, um ihn vom Seckigrat aus auf die St. Idda-Kapelle hinunter rollen zu lassen. Auf einmal ertönte das Glöcklein des Gotteshauses; es läutete zum Englischen Gruss. Gleich der erste Klang brach die Kraft der Hexe. Mit den Worten: "Ds Iddi briälet," liess sie den Block fallen, der ins Blybelhölzli hinunter rollte." Oder: "Wo ds Bawer Iddi a`gfangä heig schryä, heig-s-ä miässä la ghyä, " heig-si speeter gseit.

Der Stein umschloss eine Kammer, aus der die Bauer ihre Kleinen holten, und wurden von einer bösen Frau bewacht. Die Kinder nannten ihn Chindelistein. Ein ganz ähnlicher Stein mit Fusspuren sei auch im Berggut Wasseneggli, eine Stunde ob Bauen, zu sehen. 

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Links von der Kirche ist das alte Pfarrhaus und ganz links die alte Schreinerei zusehen. In dieser Schreinerei wurden in den frühen Jahren auch Ruderboote gebaut. Durch eine Grubenöffnung konnten die Boote direkt ins Wasser abgesenkt werden. Später entstand in diesem Gebäude eine Weberei. Mit dem Neubau im Jahr 1963 fanden an diesem Platz der Dorfladen und die Post ihren neuen Standort. 

 

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Dieses sehr seltene Bild zeigt die sprichwörtliche Idylle, die Bauen ausstrahlt.Auf dem Bild in der Mitte ist der alte Schützenstand (weisses Gebäude direkt am See) zu erkennen, der dem heutigen Gasthof Schützen seinen Namen gab. Am alten Schützenstand ist heute noch das älteste erhaltene Wappen von Bauen zu sehen.

 

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Komponist des Schweizerpsalm: "Trittst im Morgenrot daher .."  Schweizerpsalm auf admin.ch

 

Direkt vor der Kirche von Bauen steht das Denkmal von Pater Alberik Zwyssig. Pater Zwyssig wurde im Zwyssighaus in Bauen geboren. Er lebte 1808 bis 1854. Sein Geburtshaus wurde eine Pension und ist heute ein Gastronomiebetrieb.

 

Wie ein Kirchenlied zur Nationalhymne wurde

Sommer 1841. Der Urner Pater und Komponist Alberik Zwyssig (1808-1854) weilt bei seinem Bruder im Hof St. Carl, einem stattlichen Patrizierhaus vor den Toren von Zug. Von seinem Zürcher Bekannten Leonhard Widmer (1809-1867) - einem Musikverleger, Journalist und Liederdichter - erhält er einen patriotischen Liedtext zur Vertonung zugeschickt.

Er wählt den Messgesang auf den Psalmtext "Diligam te Domine" (Ich will Dich lieben, Herr), den er 1835 für eine Pfarrinstallations-Feier komponiert hat, als er Stiftskapellmeister des Klosters Wettingen war. Die Anpassungen des neu zu unterlegenden Widmerschen Textes führen bis in den Herbst des Jahres 1841. 

Schliesslich, "am Abend des Cäcilientages, Montag, den 22. November 1841, zu St. Carl im 1. Stock in der Stube gegen See und Stadt hin" probt Zwyssig mit vier Zuger Stadtbürgern zum ersten Mal seinen "Schweizerpsalm" (nach einem Bericht von Oberstleutnant Franz Uttinger, der den ersten Bass sang).  

Bereits 1843 erschien das neue Vaterlandslied im "Festheft der Zürcher Zofinger für die Feier der Aufnahme Zürichs 1351 in den Schweizerbund". (Der Zofingerverein ist die älteste schweizerische Studentenverbindung.) Im gleichen Jahr wurde es am Eidgenössischen Sängerfest in Zürich vorgetragen und vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. 

Bei den Männerchören wurde der "Schweizerpsalm" schnell heimisch, dank Übersetzungen auch bald in den romanischen Sprachgebieten, und umrahmte häufig patriotische Feiern. 

Die zahlreichen Vorstösse zwischen 1894 und 1953, dieses Lied zur offiziell gültigen Nationalhymne zu erklären, lehnte der Bundesrat - die Schweizer Regierung - jedoch ab; denn eine Nationalhymne solle nicht durch ein behördliches Dekret eingeführt, sondern vom Volk durch den regelmässigen Gebrauch frei gewählt werden. In der Tat existierte als Repräsentationsgesang für politische und militärische Anlässe ein anderes Lied, das gleichermassen populär war wie der "Schweizerpsalm": "Rufst Du mein Vaterland" dürfte auch noch heute einigen im Gedächtnis sein. Der Text wurde auf der englischen Hymnenmelodie "God save the King (Queen)" gesungen. Das führte im Laufe des 20. Jahrhunderts, als die internationalen Kontakte stark zunahmen, zu mitunter peinlichen Situationen beim Abspielen der melodisch gleichklingenden Nationalhymnen Englands und der Schweiz!  

1961 beschloss daher der Bundesrat, der "Schweizerpsalm", eine rein schweizerische und unverwechselbare Schöpfung, habe provisorisch als offizielle schweizerische Nationalhymne zu gelten. 

Nach dreijähriger Probezeit sprachen sich zwölf Kantone zugunsten des "Schweizerpsalms" aus, während sieben für eine verlängerte Probezeit plädierten, und nicht weniger als sechs das Lied als Staatssymbol ablehnten. Trotz des zwiespältigen Ergebnisses wurde 1965 die vorläufige Anerkennung des "Schweizerpsalms" als Nationalhymne bestätigt, diesmal unbefristet. Das Provisorium liess der Bundesrat erst 10 Jahre später fallen, ohne jedoch eine spätere neue Wendung auszuschliessen. 

In der Folgezeit gingen auch mehrere Vorschläge für einen neuen Nationalgesang in Bern ein. Dem "Schweizerpsalm" stand jedoch nach wie vor keine andere Komposition gegenüber, die auch nur annähernd so viele Stimmen auf sich vereinigen konnte. 

So erklärte denn schliesslich der Bundesrat am 1. April 1981 den "Schweizerpsalm" ohne Wenn und Aber als Nationalhymne der Eidgenossenschaft, mit der Begründung, er sei "ein rein schweizerisches Lied, würdig und feierlich, so wie eine Grosszahl unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger sich eine Landeshymne wünschen".

 

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Das Dorfzeichen „Im Wappen ein Hirschgeweih“ wird 1849 erstmals erwähnt. Das Wappen zeigt ein Hirschgeweih mit zehn roten, flamenförmigen Enden. Es leitet sich vom Attribut der Kirchenpatronin St. Idda her. (St. Idda von Fischingen) Das Hauptbild vom Chor zeigt die Kirchenpatronin St. Idda und einen Hirsch mit roten, Flamen förmigen Geweihenden. Die Kirche wurde im Jahr 1812 eingeweiht. Die älteste erhaltene Darstellung vom Wappen ist am alten Schützenhaus von Bauen zu sehen. Das Schützenhaus steht unmittelbar unterhalb vom Restaurant Schützen. Das Wappen ist sechs Jahre vor der Erwähnung im Jahr 1843 entstanden.

 

Neu befindet sich in der Behinderten-Toilettenanlage beim Kehrplatz Bauen ein öffentlich zugänglicher Defibrillator.

 

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SRF Wie funktioniert ein Defibrillator

Herzlichen Dank folgenden Sponsoren:

- Paulina Kiosk, Altdorf
- Luftseilbahn Flüelen-Eggberge AG, Altdorf
- Cellere AG, Rotkreuz
- Herbert Odermatt, Kaminfeger, Isenthal
- Praxis Dr. Waldhorn AG, Flüelen
- Physio Alpha GmbH, Johan Kerkhof, Altdorf
- Mobiliar Versicherung, Altdorf
- J. Tresch Sanitär-Heizung GmbH, Schattdorf

 

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von links: Johan Kerkhof (Physio Alpha), Josef Tresch (J. Tresch Sanitär und Heizung), Felix Muheim (Luftseilbahn Flüelen-Eggberge), Heidi Meier (Gemeindepräsidentin Bauen), Herbert und Nicole Odermatt (Kaminfeger Herbert Odermatt) und Christof Zurfluh (Mobiliar Versicherung).

Bildquelle: Simon Gisler/Urner Wochenblatt - anlässlich der offiziellen Übergabefeier mit den Sponsoren
 
 
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Gemeinde Bauen

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