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Bis zum 17. Jahrhundert wurde "Bauen" mit w geschrieben. Der Ortsname könnte möglicherweise nichtdeutschen Ursprungs sein. Bauen gehört zu den Urner Siedlungen, die urkundlich am frühesten belegt sind. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahre 1334. Verschiedene alt belegte Flurnamen weisen auf eine Besiedlung vor der Jahrtausendwende hin. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts besass das Kloster Muri die Hälfte der landwirtschaftlichen Abgaben. Im Jahre 1799 fanden auf dem Gemeindegebiet Bauen schwere Kämpfe zwischen Österreichern und Franzosen statt.Nach jahrelangen Bemühungen erlangte Bauen um 1800 die kirchliche Selbständigkeit.  

Die Flurnamen von Bauen

Die Flurnamen wie zum Beispiel "Tablet", "Biel", "Gurgeli" und "Resti" stammen auch noch aus dem 12. Jahrhundert. Der Ausdruck "Resti" kommt ursprünglich vom Rasten (Pause machen). Der Flurname Resti wird heute vielfach Rösti geschrieben, Resti hat aber mit der eigentlichen Kartoffelrösti nichts zu tun. Tablet kommt von Tablar und heisst Holzlagerplatz. 

Verbindungswege nach Bauen 

Anfänglich war es nur ein Fussweg. Von Seelisberg und Isenthal besteht der alte Landweg , welcher zum grössten Teil heute noch in Betrieb ist. Er zählt zu den wichtigsten historischen Wanderwege im Kanton Uri. Später gab es Ruderboote. Aus demselben Grund stehen auch noch so viele Bootshütten am See. Seit 1874 gab es die ersten Dampfschiffe und später die SGV (Schifffahrt Gesellschaft Vierwaldstättersee), die eine Verbindung nach Bauen anbot.Die heutige Strasse von Isleten nach Bauen wurde in den Jahren 1954 bis 1956 erbaut. 

Kirche

Die erste Kapelle beurkundet anno 1360. Der Standort war aber am Ende der heutigen Dorfstrasse in Bauen. Die erste Gnadenkapelle wurde 1585 gebaut aber 1635 durch den Bauerbach wieder zerstört. Die Anrissstelle ist bekannt und liegt auf der Urwäng - Alp auf rund 1800 m ü. Meer. Die heutige Bachverbauung (1952 - 1957 erstellt), schützt das Dorf vor ähnlichen Geröllmassen und leitet diese in den Urnersee. Das Dorf hatte danach 170 Jahre keine neue Kirche errichtet. Erst 1802 wurde Bauen eine eigenständige Kirchgemeinde. So wurde 1808 bis 1812 die heutige Kirche am jetzigen Standort gebaut, kurz darauf das Pfarrhaus zwischen den beiden Kirchentreppen. Das heutige Pfarrhaus wurde 1962 ca. 20 m südlicher des alten Standorts errichtet.Die heutige Kirche ist der heiligen Idda geweiht und 1987 stilvoll renoviert. 

Schule

Im alten Pfarrhaus war damals auch die erste Schule von Bauen untergebracht. 1912 bis 1913 errichtete man das heutige Schulhaus. Dieses wurde 1998 bis 1999 zweckdienlich renoviert. Zur Zeit besuchen 18 Schülerinnen und Schüler die Klassen in Bauen. Stolz kann gesagt werden, dass Bauen die erste Hilfsschule von Uri eingerichtet hatte. In diese kamen damals Schulkinder von allen Seegemeinden, so zum Beispiel von Flüelen, Morschach, Seelisberg. Seit 2009 wird in Bauen nicht mehr unterrichtet. Die Schulen wurden mit Seedorf zusammengelegt. 

Pflanzen und Klima

Die geschützte Lage von Bauen ist sicher speziell. Das warme Klima, das im Winter 2 - 3 Grad wärmer ist als in Seedorf oder Altdorf, ist typisch für die Bauenerbucht. Die Berge links und rechts schützen das Dorf und halten den kalten Wind ab. Die frühe Morgensonne verhindert Morgenfrost und die Morgenkälte. Die Wärme von unten, Grundwasser vom See, liefert die nötige Bodenwärme. Viele Palmenarten, Feigensträucher, Kastanien-bäume, Hirschzungen und andere seltene Pflanzen sind in Bauen nicht selten anzutreffen. An den reifen und süssen Feigenfrüchten erfreuen sich meist Personen aus der ganzen Schweiz.

 

Gemeinde Bauen

Telefon 041 874 10 10 

Email Gemeinde Bauen oder Email Gemeinde Seedorf

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